Die ganzen letzten Wochen war ich auf der Arbeit vor allem mit einem beschäftigt: Der Projektantrag für mein Abschlussprojekt und den ganzen Kladderadatsch der dazu gehört. Da muss man Diagramme machen, Aufgaben durch umständliche Formulierungen aufblähen und etc. Leider habe ich im Zusammenhang mit meinem Abschlussprojekt die Prüfung ein wenig in den tiefen meines Gehirns vergraben – und das Anmeldeformular dazu in meinem Schrank, den ich für Tee und verworfene Liebesbriefe Monatsberichte benutze. Durch Zufall fiel mir das besagte Papier in die Hände, als ich mir eine heiße Tasse Earl Grey (ohne Zucker und ohne Milch – so wie ich es mag) genehmigen wollte. Es war noch so jungfräulich wie frisch aus dem Drucker. Ich musste schnell handeln und durfte mich nicht meinen Instinkten hinhgeben die mir zuschrien: “Ahhh! Renn weg!“. Also ging ich zu meinem Vorgesetzten, Herr X [NAME AUS GRÜNDEN DES DATENSCHUTZES IN X GEÄNDERT], und sagte: “Da! Für dich! Mach mal!”
…also hab ich gedacht! Gesagt habe ich wohl eher sowas wie: “Öhhmm…. Herr X [NAME AUS GRÜNDEN DES DATENSCHUTZES IN X GEÄNDERT], haben Sie kurz Zeit für mich?” – “Eigentlich nicht Herr Mahr, ich bin in 20 Minuten außer Haus!” – “Ist aber wichtig, mein Leben meine Abschlussprüfung hängt davon ab!” – “Na was haben Sie denn auf dem Herzen?” – “Naja hier ist dieses… öhhmm… Anmeldeformular, dass muss ausgefüllt werden!” – “Ach so, bis wann denn?” – “Na bis morgen!”
Hier folgte dann eine kurze Predigt über Termine, etc, doch das kannte ich alles schon, ich hatte alles schonmal dem Andrew erzählt.
Es wendete sich dann doch noch alles zum Guten. Mein Projektantrag ist fertig und meine Prüfungsanmeldung ist raus (per Post und per Mail, die Faxnummer war nicht erreichbar, 10 mal) und ich bin nochmal davon gekommen!
Aber was wäre gewesen wenn… Ich hätte damit wohl mein gesamtes vor mir liegendes Leben die Toilette hinabgespült.
Naja hätte, hätte, Rosette – Gruß, Euer Papa Ritsch!
P.S.: Und merkt Euch meine Worte! Ich hatte dieses Anmeldedingens seit Dezember 2008 und habs erst vor mir her geschoben und dann in den Schrank geschoben und plötzlich waren ganz viele anderen Dinge viel wichtiger, zum Beispiel hatte ich mir einmal morgens kein Brot geschmiert und das Anmeldeformular gerat in Vergessenheit. Hätte ich das direkt erledigt, dann hätte ich heute nicht so einen Stress gehabt.